Paartherapie Online

  • Du hattest dir eure Partnerschaft mal anders vorgestellt?
  • Ihr schreit oder schweigt euch an?
  • Die Atmosphäre ist anstrengend und krampfig?
  • Verliebt war gestern?
  • Du bist genervt, verzweifelt, ratlos?
Paartherapeut Michael Zahedi schaut lächelnd und entschlossen in die Kamera und hat dabei seine Arme verschränkt

Online-Paartherapie hilft!

Moin, ich bin Michael. Als Paartherapeut unterstütze ich euch, einander besser zu verstehen und konstruktiv miteinander zu kommunizieren. Alles bequem und flexibel über Zoom in der Online Paartherapie

Wenn euer Haussegen schief hängt, seid ihr bei mir richtig. Ich freue mich darauf, euch zu weiterzuhelfen! Keine Sorge, das kriegen wir hin!

Michael Zahedi Logo

Steckt ihr in einer Beziehungskrise?

Wie geht es dir mit dem Menschen an deiner Seite? Habt ihr immer wieder mit denselben Mustern und Konflikten zu kämpfen? Du bist das Streiten und Schmollen leid?

Kaum jemand kann uns so zur Verzweiflung oder zur Weißglut bringen, wie der*die eigene Partner*in. Hier kommen wir in Kontakt mit unseren Grenzen, mit unseren wunden Punkten und letztlich: mit uns selbst. Und das setzt oft ein ganzes Arsenal von Abwehrmechanismen in Gang. 

Es ist kompliziert: Destruktive Beziehungsdynamiken haben ihre Eigendynamik. Sich gegenseitig oder an den eigenen Haaren aus diesem Sumpf zu ziehen, kann schwierig werden ...

Beziehungstipps an jeder Ecke?

„Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten!“, heißt es. Was man noch geschenkt bekommt: mehr oder weniger gute Ratschläge. Im Internet, in den sozialen Medien und in der realen Welt wimmelt es von selbst­er­nann­ten Expert*innen. Je mehr Beziehungstipps du bekommst, desto mehr wider­spricht das eine dem ande­ren und desto grö­ßer wer­den deine Fragezeichen.

Paartherapie Online:
Erfahrungen meiner Klient*innen

Update für unsere Beziehung

Bettina und Patrick

Dank Michael hat unsere Beziehung ein richtiges Update bekommen 🙂 Wir sind froh und stolz, dass wir Michael auch so schnell gefunden haben. Es war rein zufällig und wir dachten uns einfach, wir probieren es aus. Also ihr Paare da draußen, packt euren Mut zusammen und holt euch einen Termin, Veränderung zahlt sich aus.

Glückliche Beziehung = Lebensqualität!

Unzufriedenheit und schlechte Stimmung las­sen sich manch­mal weg­drü­cken, aber dann ist es, wie wenn man einen Ball unter Wasser drückt. Er wird dort unten nicht blei­ben!

Unzählige Studien zeigen: Die Qualität der Beziehung zu den Menschen, die uns am nächs­ten ste­hen, wirkt sich massiv auf unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität im Ganzen aus! 

Dys­funk­tio­nale Kommunikation, stän­dige Auseinandersetzungen oder völ­lige Funkstille kos­ten uns mehr als ein paar graue Haare. Sie machen uns krank, rau­ben uns den Schlaf und neh­men uns die Lust, mor­gens auf­zu­ste­hen.

Wenn ein Hund sich freut, wedelt er mit dem Schwanz. Eine Katze, die Angst hat, macht einen Buckel. Ein Baby, das Hunger (...)

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Gefühle – ein Thema unter vielen? „Über Gefühle zu sprechen ist ja nicht so mein Ding!“, bekomme ich als Paartherapeut gelegentlich zu (...)

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Wenn du dir aus diesem Text nur fünf Worte einprägen möchtest, dann bitte diese: Ihr werdet einander nie verstehen! Und ihr tut (...)

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Zeit zu handeln: Zeit für eine Eheberatung/Paarberatung!

Überlasse eure Paardynamik nicht län­ger sich selbst. Eure gemein­same Zeit ist ein­fach zu kost­bar für gegenseitige Verletzungen und kalte Oberflächlichkeit!

Warum solltet ihr euch auf Kosten eurer Gesundheit und Integrität irgendwie durchwurschteln? Warum nicht eure jetzigen Schwierigkeiten zum Anlass nehmen, miteinander zu wachsen und eure Liebe neu zu entdecken? 

In jeder Partnerschaft kommt es irgend­wann zu Ermüdungserscheinungen, Krisen oder Auseinandersetzungen. Sie sind ein guter Anlass, sich ein­an­der mit Interesse zuzu­wen­den und her­aus­zu­fin­den, worum es eigent­lich geht.

Feedback von einem Paar

Retten, was man verloren glaubte

Blasius und Melanie

Michael ist ein sehr einfühlsamer und witziger Mensch. Mit Geschichten aus dem Leben zeigt er auf, welche Auswege es aus verschiedenen Situationen gibt. Er hat Tipps, die einfach umzusetzen sind und die etwas retten können, das man verloren glaubte. Er hat uns daran erinnert, dass wir alle ein inneres Kind haben. Und diesem Kind genau zuhören sollten. Im Leben passieren viele Dinge, positive wie negative. Nur wenn man sich mit beidem auseinandersetzt, wird man am Ende glücklich. Michael hilft dabei, dieses Vorhaben umzusetzen – mit praktischen Tipps für den Alltag.

Das biete ich euch
als Paartherapeut

„Endlich fühle ich mich mal gesehen!“

Mit mei­ner Unterstützung könnt ihr zu neuem Zusammenhalt und zu einer gemein­sa­men Sprache fin­den. Damit ihr eure Zeit miteinander wieder genießen könnt. Was hältst du davon, diese Herausforderung gemein­sam anzu­ge­hen?

Ich biete euch einen geschützten Rahmen, in dem ihr mit euren Fragen und Sorgen im Mittelpunkt steht. Vielleicht sehnst du dich nach neuen Perspektiven und einem nach­hal­ti­gen Wandel in eurem Zusammenleben? Womöglich könnte auch euch ein wohl­wol­len­der und geschul­ter Blick von außen helfen! 

Paartherapeut Michael Zahedi mit seinem Sohn am Meer

Eine Paarberatung bietet enorme Chancen 

Du brauchst gar nicht viel Fantasie, um dir vor­zu­stel­len, dass es auch ganz anders lau­fen könnte. Genau mit die­sem Menschen, mit dem es gerade so kom­pli­ziert und aus­weg­los scheint, hast du auch schon ganz andere Momente erlebt, oder?


Momente, in denen du am liebs­ten die Zeit ange­hal­ten hät­test. Momente, in denen ihr es ein­fach genos­sen habt, da zu sein und bei­ein­an­der zu sein. Vielleicht ist dir gerade eine ganz kon­krete Situation in den Sinn gekom­men ...

Welchen Nutzen bringt dir eine Online-Paartherapie?

Verbindung

Du erfährst eine ganz neue Verbundenheit in eurer Partnerschaft – auch zu dir selbst.

Persönliches Wachstum

Du lernst dich selbst besser kennen. Du stärkst deine Integrität, deine Präsenz, deine Beziehungskompetenz.

Gestärktes Selbstwertgefühl

Kaum jemand hält uns so sehr den Spiegel vor wie der*die eigene Partner*in. Du wirst wieder gerne in diesen Spiegel schauen.

Gesünderes, zufriedeneres Leben

Eine funktionierende Partnerschaft kann dein Leben mehr bereichern als jeder Traumurlaub oder jedes Traumhaus.

Rückmeldung eines Paares über die Online-Beratung

Immer wieder gerne

Tanja und Ralf

Wir sind im Internet über Michael gestolpert. Nach dem Ablegen von Skepsis und Scham haben wir uns zu einer Paartherapie angemeldet. Er hat uns als Paar und Familie sehr geholfen! Tolle Tipps und Anregungen erhalten, immer wieder gerne! LG Grüße aus Österreich!

Paartherapeut Michael Zahedi nachdenkend am Schreibtisch

Gemeinsam finden wir genau die Lösungen, die euch und eurem Zusammenleben guttun. Statt Schimpfen, Schreien oder mieser Stimmung lebt ihr endlich die Partnerschaft, die ihr euch wünscht. 

Was meine Klient*innen sagen

Ihr habt es in der Hand, euer zu Hause zu einem Ort zu machen, an dem ihr euch beide wohl­fühlt. Woran wür­dest du einen ech­ten Wandel zum Guten bemer­ken? In den Paartherapien erlebe ich, was alles mög­lich wird, wenn sich Paare auf den Weg machen! Und das erfüllt mich jedes Mal aufs Neue mit Freude und Dankbarkeit.

Ines und Phillipp L.

Michael liefert tiefgründige Einsichten und praktische Tipps! Wir haben zusammen „trainiert“ mit Streitthemen umzugehen, die nach 25 Jahren Ehe wohl nicht ausbleiben 😉 Wir haben es Michael bestimmt nicht einfach gemacht. Aber er ist ein echt einfühlsamer Experte und wir freuen uns schon über spürbare Verbesserungen!

Vanessa und Jonas Theissen

Wir sind total stolz auf die Fortschritte, die wir mit Michaels Hilfe gemacht haben. Er hat immer die Ruhe und seinen angenehmen Humor bewahrt. Bewundernswert! Wenn ihr nicht weiterwisst, bucht eine Paartherapie bei ihm. Ihr werdet es nicht bereuen!

Daniela und Sven Wannemaker

Danke, Michael, für Deine fantastische Arbeit! Wir wissen nicht, ob wir ohne Deine Unterstützung noch zusammen wären. Wie schön für uns und unsere drei Kinder, dass wir im richtigen Augenblick auf dich gestoßen sind!

Mein Hintergrund als Paartherapeut und Mensch

  • verheiratet seit 2014; Papa seit 2017; Flensburger seit 2020
  • mehrjährige Familientherapieausbildung am deutsch-dänischen Institut für Familientherapie
  • einjährige Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation
  • zahlreiche therapeutische und pädagogische Weiterbildungen
  • Heilpraktiker für Psychotherapie

Du möchtest noch mehr über mich erfahren? Dann besuche die Website https://familienwerkstatt.online, die ich mit meiner Frau betreibe. Oder ließ ein Interview mit mir. 

Jeder darf alles wollen

Eva und Erik

Wir sind seit 13 Jahren zusammen, 10 Jahre verheiratet, haben 2 Kinder und ein Haus gebaut. Wir hatten schon die ein oder andere Krise, aber als wir uns zu einer Paartherapie entschieden haben, war es kurz vor dem Aus. Ich bin zufällig auf Michael gestoßen. Ich war von der grundlegenden Haltung überzeugt und habe tatsächlich den Mut aufgebracht, einfach mal zu schreiben. Michael hat uns auf eine sehr gute Art und Weise gezeigt, den Partner aus einer anderen Perspektive wieder zu sehen. Wie wichtig es ist, eigne Bedürfnisse auszusprechen, alles wollen zu dürfen und trotzdem die Entscheidung meines Partners zu akzeptieren. Jetzt ist natürlich nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, das gibt es wahrscheinlich auch nicht, aber wir können besser mit schwierigen Themen umgehen. Vor allem sind wir wieder in Verbindung! Ich empfehle Michael gerne weiter!!!

Ist Paarberatung das Richtige für dich?

Online Paartherapie ist wie für dich gemacht!

  • Eure Interaktion frustriert dich und du möchtest die verfahrene Situation als Chance nutzen, gemeinsam dazuzulernen und zu wachsen.
  • Du möchtest die Verantwortung für dein eigenes Wohlergehen übernehmen, auch wenn das einiges an Einsatz verlangt: umdenken, Neues ausprobieren etc.
  • Du kannst akzeptieren, dass die Welt aus den Augen deines Partners*deiner Partnerin ganz anders aussieht und dass das ok ist.

Sorry, die Paartherapie ist nichts für dich!

  • Du empfindest deinen Partner*deine Partnerin als Quelle all deines Unglücks. Du siehst nicht, warum du deine eigenen Anteile am Desaster betrachten oder gar grundlegend etwas ändern solltest.
  • Du möchtest dich einfach nur auskotzen und glaubst nicht wirklich an die Möglichkeit einer Veränderung zum Guten.
  • Du bist dir nicht sicher, ob dir deine Beziehung so wichtig ist, dass sich die Investition lohnt.

Euer Weg zu mehr Herzenswärme und Genuss

Du weißt: Partnerschaft kann etwas Wun­der­vol­les sein! Und so leid es mir tut: Ihr werdet auch nicht jünger, oder? Also nutzt die Gelegenheit. In der Paartherapie bin ich ganz für euch beide da. Ich stärke Euch den Rücken, damit jede*r von euch in sich selbst ruht, wenn der*die andere einmal wieder „die Knöpfe drückt“.

Durch mein lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten mit dem Fokus auf der Begegnung im Hier und Jetzt helfe ich euch, den Weg aus der Krise zu meis­tern und als Paar gemein­sam zu wach­sen. Ihr braucht dazu noch nicht einmal den Komfort der eigenen vier Wände zu verlassen.

Einfach gut hat's getan.

Nina und Mario

Mit zwei kleinen Kindern hatten wir unser eigentlich liebevolles Familienleben nicht mehr im Griff. Über Monate hinweg konnten wir zusammen mit Michael die Gründe unserer Auseinandersetzungen aufspüren, haben uns nochmal besser kennengelernt und wissen nun um einiges besser, wie wir in stressigen Situationen reagieren können. Nach wirklich jeder Therapiesitzung haben wir uns ein Stückchen nach vorn bewegt, hach einfach gut hat’s getan.

Video-Erfahrungsbericht über die Paartherapie Online

Paartherapie: Schritt für Schritt aus der Krise

Schritt 1

Ihr wählt online einen Termin für ein kostenloses, unverbindliches Kennenlerngespräch.

Schritt  2

Im Kennenlerngespräch (via Zoom) schauen wir, ob wir zueinander passen und wie ich euch helfen kann.

Schritt 3

Wenn für euch und für mich alles passt, vereinbaren wir einen Termin für eine erste Sitzung.

Schritt 4

Nach jeder Sitzung entscheidet ihr, ob ihr eine weitere Sitzung buchen möchtet.

Eva und Renard Szczepański


Michael hat uns Werkzeuge an die Hand gegeben, um unser früheres Verhalten zu reflektieren und unsere Beziehung auf neue Fundamente zu stellen. Manchmal helfen schlaue Bücher allein eben nicht weiter. Mit Michael haben wir geübt, unsere Bedürfnisse konstruktiv anstatt verletzend zu kommunizieren. Ich bin froh, dass wir ihn gefunden haben, denn unsere Ehe stand wirklich auf der Kippe.

Anja und Maik F.


Ich bin echt zufrieden mit den Fortschritten, die wir dank Michael in der Paartherapie gemacht haben. Er hat uns viele Stellschrauben gezeigt, an denen wir arbeiten und uns weiterentwickeln können. Wir können das Zusammensein jetzt wieder genießen.

Doreen und Erik Frandsen


Als Eltern mit drei Kindern hatte uns der Alltag tatsächlich verschluckt. Es gab nur noch Streitereien, wer was erledigen sollte oder nicht erledigt hatte. Wir waren am Limit. Die Paartherapie mit Michael hat dazu beigetragen, dass wir uns als Team besser aufstellen konnten. Nun gibt es auch wieder Momente der Verbundenheit zwischen uns. Wir waren nur noch Eltern, jetzt fühlen wir uns endlich wieder als Paar.

Kristin und Etienne


Ohne deine Hilfe würde unser Leben heute komplett anders aussehen und wir sind dir unendlich dankbar. Du hast unsere Ehe gerettet!

Paartherapie-Kosten im Überblick

Kaum etwas wird dein Lebensglück stärker beeinflussen, als der Zustand eurer Partnerschaft. Im Guten wie im Schlechten. Nehmt euch trotzdem die Zeit und überlegt in Ruhe: Wieviel Zeit, Mühe und Geld möchtet ihr in eure Beziehungsqualität investieren? Und bei wem?

Eine Paartherapie ist kein Wellness-Programm, aber sie sollte sich stimmig anfühlen und euch mittel- und langfristig guttun. Darum gibt es bei mir keine Verpflichtung auf ein Gesamtpaket. Ihr könnt und sollt nach jeder Sitzung schauen, ob und in welcher Frequenz ihr weitermachen möchtet. Schließlich geht es nicht darum, euch an mich zu binden, sondern darum, dass ich für euch bald überflüssig werde 🙂

Auch bei der Dauer der Sitzungen habt ihr die Wahl:
Ein Espresso in einem blauen Glas
Espresso-Variante

kurz und knackig, aber effektiv

156,-

für 60 Minuten

  • auch am Abend oder samstags
  • bequem über Zoom
  • kein Paket – volle Flexibilität
Eine blaue Kanne Tee steht auf einem Holztisch
Teekannen-Variante

mit viel Muße, besonders nachhaltig

208,-

für 120 Minuten

  • auch am Abend oder samstags
  • bequem über Zoom
  • kein Paket – volle Flexibilität

Gehe jetzt den ersten Schritt!

Gratis: Kennenlerngespräch


Im einem kostenfreien, unverbindlichen  

Zoom-Talk lernen wir uns persönlich kennen. Wir nehmen uns gemeinsam die Zeit und den Raum für alle eure Fragen. Das Gespräch wird circa eine halbe Stunde dauern. Ihr bekommt eine Idee davon, welches Setting euch in der Online-Paartherapie erwartet und ob das das Richtige für euch ist. Vor allem finden wir heraus, ob wir zueinander passen; menschlich und im Blick auf eure Themen.

Michael Zahedi – Kennenlernen

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf alle deine Fragen zur Paartherapie Online, Eheberatung Online und Paarberatung Online.

Preise und Rahmenbedingungen

Wieviele Sitzungen braucht es erfahrungsgemäß?

Das hängt natürlich von eurer individuellen Situation ab. Meine Erfahrung zeigt, dass sechs Sitzungen à 90 Minuten, verteilt über drei Monate, eine solide Grundlage für eine tief gehende, nachhaltige Verbesserung darstellen.

Buchen wir einzelne Paartherapie-Sitzungen oder ein Paket?

Ihr habt die volle Flexibilität und entscheidet nach jeder Sitzung, ob ihr noch eine weitere Sitzung buchen möchtet. 

findet die Paartherapie via zoom statt? Fehlt da nicht der persönliche kontakt?

Ja, die Paartherapie findet via Zoom statt. Um ehrlich zu sein: Ich hätte mir das vor der Corona-Krise auch nicht vorstellen können. Bis März 2020 habe ich in Praxisräumen in Frankfurt gearbeitet und dann, zunächst notgedrungen, auf Online-Paartherapie umgestellt. Zu meiner eigenen Verwunderung hat sich gezeigt, dass die „virtuellen“ Sitzungen denen vor Ort in nichts nachstehen. Die Paare wissen es zu schätzen, aus dem Komfort und der Sicherheit der eigenen vier Wände heraus an ihren Themen arbeiten zu können. Direkt am Ort des Geschehens und nebenbei auch ganz ohne Ärger über die ausgefallene S-Bahn, den verspäteten Babysitter oder die erfolglose Parkplatzsuche. Du wirst sehen, wie schnell du in der Online-Paartherapie vergisst, dass es sich um eine virtuelle Begegnung handelt.

Welchen Abstand empfiehlst Du zwischen den Paartherapie-Sitzungen?

Ich empfehle einen 14-tägigen Abstand zwischen den Paartherapie-Sitzungen. Für die Wochen dazwischen empfehle ich euch, euch zu zweit zusammenzusetzen. Wenn ihr möchtet, statte ich euch für diese Zweiersitzungen mit Aufgaben aus.

Werden die Kosten für eine Paartherapie von der Krankenkasse übernommen?

Da es in der Paartherapie nicht um die Diagnose oder Behandlung psy­chi­scher Krankheiten geht, son­dern um euer Beziehungsgeschehen, han­delt es sich um eine Privatleistung, die nicht von den gesetz­li­chen oder pri­va­ten Krankenkassen über­nom­men wird. Trotzdem kann ich nicht ausschließen, dass sich die bes­sere Atmosphäre auch posi­tiv auf euer beider Gesundheit auswirkt 🙂

Werden die Inhalte der Paartherapie vertraulich behandelt?

Ja, alle Inhalte der Paartherapie werden streng vertraulich behandelt.

Gilt das Paartherapie-Angebot auch für L.G.B.T.Q.I.A.+?

Selbstverständlich gilt das Paartherapie-Angebot für alle Paare.

Eigentlich hat nur mein*e Partner*in ein Problem – warum sollte ich dann an der Paartherapie teilnehmen?

Wenn du dich nicht als Teil des Problems siehst, möchtest du vielleicht ein Teil der Lösung sein 🙂

In jedem Fall will ich in der Paartherapie gerne deine Sicht auf die Dinge und deinen Input hören. Und: Je mehr du dich in den ange­sto­ße­nen Paartherapie-Prozess ein­bringst, desto mehr kannst du am Ende ver­mut­lich davon pro­fi­tie­ren.

Wie bringe ich meine*n Partner*in dazu, mit mir an der paartherapie teilzunehmen?

Die Gründe, warum jemand nicht an der Paartherapie teil­neh­men möchte, kön­nen viel­fäl­tig sein. Ich kann euch auf jeden Fall versi­chern, dass in mei­nen Sitzungen nie­mand gezwun­gen ist, über Dinge zu spre­chen, über die er*sie nicht spre­chen möchte. Geschweige denn, Dinge umzusetzen, die er*sie nicht umsetzen möchte.

Es geht auch nicht darum, her­aus­zu­fin­den, wer etwas rich­tig oder falsch gemacht bzw. besser oder schlechter. Es geht ein­zig und allein darum, zu schauen, wie ihr in einen kon­struk­ti­ve­ren Austausch tre­ten und zu einem glück­li­che­ren Miteinander fin­den könnt. Sage ihm*ihr, dass ich für die­sen Prozess gerne die Perspektive und den Input beider Seiten hören würde. Aber überrede ihn*sie nicht.

Kann die Paartherapie auch in englischer Sprache stattfinden?

Ja, die Paartherapie kann auch in englischer Sprache stattfinden.

Bietest du auch spontane „Notfall-Termine“?

Ja, meine Klient*innen erhalten meine Handynummer, um in Notfällen kurzfristig Sondertermine vereinbaren zu können.

Methodik und Inhalte

Was ist der Sinn einer Paartherapie?

In der Paartherapie helfe ich euch, Konflikte und Herausforderungen zu bewältigen und so euer Zusammenleben und eure Kommunikation lang­fris­tig zu ver­bes­sern. Ihr wer­det fest­ge­fah­rene Muster erken­nen, sie durch­bre­chen und posi­tive Erfahrungen mit neuen Formen der Interaktion machen.



Wann sollte man zur Eheberatung/Paartherapie gehen?

Paartherapie und Sexualtherapie legen ver­schie­dene Schwerpunkte und wur­den frü­her streng von­ein­an­der getrennt. Ich ver­folge einen ganz­heit­li­chen Ansatz und sehe die Sexualität als inte­gra­len Teil unse­res Menschseins. Sexualität und Paarbeziehung sind mei­ner Erfahrung nach eng mit­ein­an­der ver­wo­ben. Die Entscheidung, wie weit ihr sexu­elle Fragestellungen in der Paartherapie bear­bei­ten möch­ten, liegt natür­lich bei euch.

Wann ist eine Paartherapie NICHT sinnvoll?

Paartherapie und Sexualtherapie legen ver­schie­dene Schwerpunkte und wur­den frü­her streng von­ein­an­der getrennt. Ich ver­folge einen ganz­heit­li­chen Ansatz und sehe die Sexualität als inte­gra­len Teil unse­res Menschseins. Sexualität und Paarbeziehung sind mei­ner Erfahrung nach eng mit­ein­an­der ver­wo­ben. Die Entscheidung, wie weit ihr sexu­elle Fragestellungen in der Paartherapie bear­bei­ten möch­ten, liegt natür­lich bei euch.

Wie arbeitest Du in der Paartherapie?

Mir ist wichtig, dass ich mich nicht hinter Theorien oder Methoden verstecke, sondern mich mit meiner ganzen Persönlichkeit einbringe. Dazu gehören meine Expertise und Lebenserfahrung genauso wie meine eigenen Fehler, Schwächen und Herausforderungen. Auch wenn mir die Rolle des Experten zukommt und ich für meine Beratung bezahlt werde, ist mir eine gleichwürdige Beziehung zwischen mir und meinen Klient*innen wichtig. Ich möchte euch nicht „therapeutisch“, sondern authentisch begegnen. Und mit dem Bewusstsein, dass ihr als Paar die Expert*innen für eure einzigartige Beziehung seid.

Ausgebildet bin ich nach dem Ansatz der erlebnisorientierten Familientherapie, wie er von Walter Kempler entwickelt und insbesondere durch Jesper Juul bekannt wurde. Dabei handelt es sich um einen integrativen Zugang, der Elemente der klientenzentrierten Psychotherapie, der Gestalttherapie und der existenziellen Psychotherapie aufgreift. Das dahinterliegende Persönlichkeits- und Entwicklungsmodell ist psychodynamisch: Die Art und Weise, wie wir mit anderen Menschen in Beziehung treten, ist wesentlich davon geprägt, welche Beziehungserfahrungen wir als Kinder in unserer jeweiligen Ursprungsfamilie gemacht haben.

Meinen eigenen Stil bezeichne ich als essenzialistisch. Damit meine ich, dass ich mich ganz auf das Wesentliche, die unmittelbare Interaktion im Hier und Jetzt fokussiere. Ich lenke den Blick von den Inhalten, über die ihr streitet, auf die dahinter liegenden Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle. Und ich gebe Euch Impulse, wie Ihr das, worum es euch eigentlich geht, so ausdrücken könnt, dass es auch beim Gegenüber ankommt.

Wie läuft eine Eheberatung/Paartherapie ab?

Auch wenn jede Paartherapie-Sitzung einzigartig ist, habe ich mit der Zeit einen groben Ablauf entwickelt, dem die allermeisten Sitzungen folgen. Er besteht aus drei Schritten:

1. Als Ausgangspunkt nehmen wir in aller Regel eine konkrete Alltagssituation, die ihr als unangenehm/unbefriedigend erlebt habt. Diese Szene (und vor allem den Anfang der Szene) nehmen wir unter die Lupe: Was habt ihr erlebt? Was ging euch durch den Kopf? Was habt ihr gefühlt? Was hättet ihr gebraucht? Wie hättet ihr anders für euch selbst und füreinander sorgen können Erfahrungsgemäß bieten konkrete Alltagsbeobachtungen den besten Einstieg. 

2. Die großen, abstrakten Themen, die eure Beziehung bestimmen, kommen in der Regel ganz von selbst auf den Tisch, wenn sie an der Reihe sind. In jedem Fall leiten sich aus den Alltagsszenen, die wir besprechen, allgemein gültige Prinzipien ab, wie ein konstruktiveres Miteinander gelingen kann.

3. Zum Ende der Sitzung arbeiten wir heraus, wie ihr die gewonnenen Erkenntnisse in ganz konkrete kleine „Hausaufgaben“ übersetzen könnt. 

Welche Paartherapie ist die beste?

Wie gut oder schlecht ein bestimmter Ansatz und ein*e bestimmte Paartherapeut*in für euch passt, könnt ihr natürlich nur selbst herausfinden. Dennoch gibt es meiner Meinung nach einige generelle Punkte, auf die achten könnt, wenn es um die Arbeitsweise des*der Therapeut*in geht.

1. Therapie sollte sich auf das Hier und Jetzt beziehen. Es soll Therapeut*innen geben, die überwiegend zuhören, ab und zu die Stirn runzeln und sich bedeutungsvoll Notizen machen. Nach 12 Sitzungen bekommt man dann eine Diagnose nebst elaborierter Schwurbeltheorie darüber, was in der eigenen Kindheit schief gelaufen ist. Diese Vorgehensweise ist für die meisten Klient*innen weniger gewinnbringend als für die Therapeut*innen.

2. Gute Therapeut*innen sollten eure Welt einfacher (und nicht noch komplizierter) machen. Denn: Rationalisierung ist eine beliebte Form der Verdrängung. Allzu komplexe Theorien lassen den Therapeuten*die Therapeutin klug dastehen, helfen aber den Klient*innen nicht weiter. Die meisten von uns sind ohnehin Kopfmenschen, die sich schwer tun, wirklich in Kontakt mit ihren Gefühlen und denen ihres Gegenübers zu sein. Der*die Therapeut*in sollte euch darin unterstützen, ins Fühlen zu kommen. Er*sie sollte nicht noch selber durch unnötiges Theoretisieren zur Gefühlsabwehr beitragen.

3. Konkrete Tipps und Anregungen gehören dazu, sollten aber nicht im Vordergrund stehen. Schließlich geht es um eure Partnerschaft. Und für die gibt es nun einmal einfachen Rezepte von der Stange. Wenn es nur um Wissensvermittlung ginge, könntet ihr euch schließlich auch einfach einen Ratgeber kaufen. Umgekehrt gilt: Wenn ihr jemanden sucht, der*die immer nur Fragen stellt, könnt ihr euch auch eine paar Fragebögen aus dem Netz runterladen. 

4. Fokus auf dem Prozess statt auf Inhalten oder Techniken: In der Paartherapie sollte es nicht vornehmlich um das gehen, worüber ihr streitet, sondern darum, wie ihr miteinander in Kontakt tretet. Die unver­stell­te, einfühlende Begegnung von Mensch zu Mensch sollte im Vordergrund stehen. Es geht darum, mehr Empathie und Achtsamkeit in euren gemeinsamen Alltag zu bringen – durch konkretes Erleben und Einüben.

5. Gleichwürdige Beziehung zwischen dem*der Therapeut*in und euch: Profis bringen sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit ein und begegnen euch auf Augenhöhe. Sie brauchen sich nicht hinter ausgefeilten Methoden, realitätsfremden Übungen oder ihrer Therapeut*innen-Rolle zu verstecken.

Kann eine Paartherapie (uns) wirklich helfen?

Das finden wir gemeinsam im Kennenlerngespräch heraus. Wenn ich dort den Eindruck gewinne, dass eine Paartherapie keinen Sinn ergibt, spreche ich das ganz offen an. Das gleiche gilt, falls ich im Verlauf der gemeinsamen Arbeit zu der Überzeugung gelangen sollte, dass eine Fortsetzung keinen Sinn ergibt. Aus meiner Erfahrung kann ich aber klar sagen: Es gibt viel weniger „hoffnungslose Fälle“ als Paare, die sich dafür halten 🙂 Die entscheidenden Voraussetzungen sind eine gewisse Lernbereitschaft und der Wille, die eigenen Anteile an der Paar-Dynamik anzuschauen. 

Welche Rolle spielt Deine familientherapeutische Ausbildung für die Paartherapie?

Vielleicht ist dir der däni­sche Familientherapeut Jesper Juul (* 1948, † 2019) schon ein­mal als Autor diver­ser Erziehungsratgeber begeg­net. Er hat sich dafür stark gemacht, Kinder nicht län­ger als Objekt irgend­wel­cher Erziehungsansätze zu machen, egal ob traditionell-autoritärer oder progressiv-antiautoritärer Art, son­dern mit ihnen in eine „gleich­wür­dige“ Beziehung zu tre­ten. Schlüsselbegriffe in Juuls Werk sind unter ande­rem Integrität, Verantwortung und Authentizität.

Juuls Theorien über das Miteinander in Familien sind für alle Paare, ob mit oder ohne Kinder, von gro­ßem Wert. Denn wie Ihr als Paar mit­ein­an­der umgeht, hängt ganz wesent­lich mit den Bindungs- und Beziehungserfahrungen zusam­men, die ihr in eurer Kindheit gemacht habt. Durch die Dynamik in euren jewei­li­gen Ursprungsfamilien habt ihr indi­vi­du­elle Überlebensmechanismen und Schmerzpunkte her­aus­ge­bil­det. Diese wer­den unter­schwel­lig wirk­sam, wenn es zu Konflikten kommt. Die Reflexion die­ser Muster ist ein wesent­li­cher Schritt zu einem bewuss­te­ren und lie­be­vol­le­ren Umgang mit­ein­an­der. Und keine Sorge: Man muss dazu nicht die komplette eigene Kindheit aufarbeiten.

Müssen wir unsere Kindheit in der Paartherapie „aufarbeiten“?

Nein, in der Paartherapie geht es vor allem um eure Kommunikation im Hier und Jetzt.

Was ist, wenn wir während der Paartherapie in Streit geraten?

Auseinandersetzungen wäh­rend der Paartherapie-Sitzungen sind völ­lig nor­mal und nichts, was euch unan­ge­nehm sein müsste. Konflikte bie­ten die Möglichkeit, inne­zu­hal­ten und sich zu fra­gen, was gerade vor sich geht. Und das ist der Beginn eines heil­sa­men Prozesses für alle Beteiligten. Dann kön­nen wir den geschütz­ten Rahmen der Paartherapie dazu nut­zen, mit den Mechanismen und Gefühlen in Kontakt zu kom­men, die hin­ter euren Auseinandersetzungen lie­gen. Ihr dürft euch sicher sein, dass ich euren Streit gut aus­hal­ten kann und dass ich den Rahmen halte. Ich werde euch Wege auf­zei­gen, zu dees­ka­lie­ren und kon­struk­tive Wege der Kommunikation ein­zu­schla­gen.

Müssen wir während der Paartherapie über Sex sprechen?

Nein, ihr braucht in der Paartherapie generell über nichts sprechen, worüber ihr nicht sprechen möchtet.

ist die Paartherapie auch sinnvoll, wenn es bei uns vornehmlich um sexuelle themen geht?

Ja. Wenn ihr beispielsweise Konflikte wegen ungleicher sexueller Bedürfnisse und Wünsche habt, bietet die Paartherapie euch einen geschütz­ten und geeig­ne­ten Rahmen, in dem ihr an diesen Themen arbeitet könnt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Paartherapie und Sexualtherapie?

Paartherapie und Sexualtherapie legen ver­schie­dene Schwerpunkte und wur­den frü­her streng von­ein­an­der getrennt. Ich ver­folge einen ganz­heit­li­chen Ansatz und sehe die Sexualität als inte­gra­len Teil unse­res Menschseins. Sexualität und Paarbeziehung sind mei­ner Erfahrung nach eng mit­ein­an­der ver­wo­ben. Die Entscheidung, wie weit ihr sexu­elle Fragestellungen in der Paartherapie bear­bei­ten möch­ten, liegt natür­lich bei euch.

Paartherapie, Paarberatung, paarcoaching – wo liegt der Unterschied?

Die Grenze zwi­schen Paarcoaching, Paartherapie und Paarberatung/Eheberatung ver­läuft flie­ßend und die Worte wer­den meis­tens syn­onym ver­wen­det. In mei­ner Perspektive und mei­nen Ansatz baue ich auf den Erkenntnissen und Methoden der Psychotherapie auf. Und ich habe, anders als die meis­ten Coaches, sowohl eine fun­dierte päd­ago­gi­sche als auch eine fun­dierte the­ra­peu­ti­sche Ausbildung. Dennoch geht es in der Paartherapie nicht um die Diagnose und Behandlung von Krankheiten, son­dern darum, dass zwei Menschen in einen kon­struk­ti­ve­ren Austausch und Kontakt kom­men möch­ten. „Therapiert“ wird sozusagen nur eure Interaktion.

Da es im Kern nicht um Wissensvermittlung, son­dern um das pro­zess­hafte Arbeiten mit Beziehungsdynamiken geht, ziehe ich den Begriff „Paartherapie” dem Begriff „Paarberatung” vor. 

Kann die Paartherapie dazu führen, dass wir uns am Ende trennen?

In der Paartherapie helfe ich euch, euren Herausforderungen gemein­sam zu begeg­nen. Aber letztlich liegt die Entscheidung bei euch, ob ihr eure Beziehung been­den oder fort­set­zen möch­tet. In manchen Fällen ist ein Ende mit Schrecken für alle bes­ser als ein Schrecken ohne Ende. In aller Regel gelingt es aber, die Schwierigkeiten gemeinsam zu überwinden und wieder Freude aneinander zu finden.

Wann ist es zu spät für eine Paartherapie?

Zu spät ist es, wenn die eigenen Abwehrmechanismen stärker sind, als der Wille, an sich selbst und der Partnerschaft zu arbeiten. Oder wenn es euch nicht mehr gelingt, einander mit einem gewissen Mindestmaß an Wohlwollen zu begegnen. Wenn eine*r von euch zu Überzeugung gelangt, der*die andere sei grundsätzlich dumm, böse und/oder allein an allem Elend schuld, dann wäre es angebracht, eure Haltung zu überdenken oder von einer Paartherapie abzusehen.

Wie viele Paare trennen sich nach der Paartherapie?

Die allgemeine Studienlage dazu ist noch recht dünn. Von den Paaren, mit denen ich zusammengearbeitet habe, haben sich weniger als 10 Prozent getrennt, von diesen wiederum fast alle schon nach einer oder wenigen Sitzungen. In den meisten dieser Fälle lag die Ursache nicht in der Partnerschaft selbst, sondern an der psychischen Gesundheit oder der generellen Bindungsfähigkeit eines*einer Beteiligten. Natürlich würde ich allen Raten, sich lieber früher als später Hilfe zu holen, denn je eher ihr eure Themen angeht, umso leichter gelingt eine Veränderung zum Guten.

Wie kann man wieder zueinander finden?

Eure Entfremdung hat einmal klein angefangen, euer Wieder-zueinander-Finden darf ebenfalls klein anfangen: Ein wenig mehr Bewusstsein, Achtsamkeit und Freundlichkeit im gemeinsamen Alltag wirken Wunder.

Die wichtigste Voraussetzung, um wieder zueinander zu finden, ist, wieder zu sich selbst zu finden. Nur, wenn wir ganz bei uns und im Hier und Jetzt sind, können wir uns empathisch aufeinander zu bewegen.

In meinem paartherapeutischen Ansatz geht es zunächst einmal darum, behutsam mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen in Berührung zu kommen. Am besten funktioniert das mit einem interessierten, freundlichen Blick auf die kleinen alltäglichen „Autsch!“-Momente. 

Warum wollen Männer keine Paartherapie?

Bei den allermeisten heterosexuellen Paaren, mit denen ich arbeite, ergreift sie die Initiative und stellt den ersten Kontakt zu mir her. Der Grund dafür liegt oft in veralteten gesellschaftlichen Rollenbildern: Fürsorge ist für viele mit Weiblichkeit bzw. Mütterlichkeit verknüpft. Das betrifft sowohl den Bereich der Gesundheitsfürsorge für die ganze Familie (Kinderarztbesuche begleiten etc.) als auch den Bereich der Selbstfürsorge. Echte Männer, so das Klischee, funktionieren einfach und kennen keine „Schwäche“. Hilfe von außen anzunehmen, käme demnach einer Kapitulation gleich. Ärzte vermeidet man, so gut es geht, Therapeuten erst recht. Das Reden, vor allem das Sprechen über Gefühle, überlasst man lieber der Partnerin. Vielen fehlt es schlicht und ergreifend an positiven Vorbildern und Erfahrungen, wenn es um das Verbalisieren der eigenen Psyche geht. Und – Hand aufs Herz – auch bei uns ist meine Frau meist diejenige, die mich im Krankheitsfall animiert, doch endlich mal zum Arzt zu gehen. Sollten wir mal Probleme in der Partnerschaft haben, käme die Initiative, sich Hilfe zu holen, wahrscheinlich auch eher von ihr.

Bei allem Bemühen, überkommene Rollen hinter uns zu lassen: Toxische Männlichkeit ist zwar ein alter Hut, aber keiner, den wir einfach an der Garderobe abgeben könnten. Zahlreiche Experimente zeigen, dass Erwachsene schon Säuglinge unwillkürlich anders ansprechen, je nachdem ob sie diese männlich oder weiblich „lesen“. Die Prägung, wie wir als Junge oder Mädchen, Mann oder Frau zu sein hätten, geht uns im wahrsten Sinne in Fleisch und Blut über; bis in die Hirnphysiologie (etwa die Vernetzung der Gehirnhälften) und sehr wahrscheinlich bis in unsere Genetik und Epigenetik. 

Fazit: Heteronormativität, das binäre Geschlechtersystem und traditionelle Rollenbilder schaden uns allen. Sie aufzubrechen, ist eine Aufgabe, die sehr viel Geduld erfordert. Veränderung ist möglich, aber zum Teil braucht sie Generationen und Rückschläge wird es immer wieder geben.

Einige heterosexuelle Paare landen nur in der Paartherapie, weil sie ihm vorher das Messer auf die Brust setzt. Das ist nicht gerade meine bevorzugte Ausgangslage, aber manchmal ist ein holpriger Start besser als gar keiner 🙂

P. S.: Sich Unterstützung zu holen ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil! Lasst euch helfen – gerne bis zu dem Punkt, wo sich eure Partnerschaft wie­der leicht und schön anfühlt.

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